Gartenschauen 2012 

Floriade 2012

Floriade 2012 vom 5. April bis 7. Oktober im niederländischen Venlo

Welt-Garten-Expo mit außergewöhnlichen Themengärten


Eine internationale Erlebnisreise in die Welt der Gärten, Blumen und Pflanzen bietet Venlo allen Garteninteressierten ab dem Frühjahr: Die Floriade ist die bedeutendste Garten-Expo der Welt – sie öffnet nur alle zehn Jahre in den Niederlanden ihre Pforten. Diesmal wartet sie vom 5. April bis zum 7. Oktober 2012 mit außergewöhnlichen Themengärten und Pavillons und spannender Architektur auf. Erstmals in der über 50-jährigen Tradition findet die Floriade direkt an der deutsch-niederländischen Grenze statt. Insgesamt werden mehr als zwei Millionen Besucher erwartet, davon allein 800.000 aus Deutschland.


Großartiges Naturerlebnis
Insgesamt 40 internationale Teilnehmer sorgen auf dem 66 Hektar – und damit etwa 100 Fußballfelder – großen Gelände für ein großartiges Naturerlebnis in fünf Landschaftsformen zu den Themen Wellness, Grüne Energie, Innovation, Lebensqualität und Show – jede Menge Anregungen für zu Hause inklusive! Ein täglich wechselndes internationales Veranstaltungsprogramm, Workshops sowie ein umfangreiches Mitmach-Angebot für Kinder inmitten lebendiger Natur zeichnen die Floriade 2012 aus. Neben China, Indonesien, Spanien, Sri Lanka und der Türkei präsentiert unter anderem auch das Land Nordrhein-Westfalen einen Pavillon anlässlich der Welt-Garten-Expo in Venlo. Die Landschaftsgärtner tragen mit ihrem Know-how zum Gelingen des NRW-Ausstellungsbeitrages bei.

 

Fünf Themenbereiche
Der Floriade-Park, dessen Eingang durch den imposanten, 70 Meter hohen Innovaturm markiert wird, besteht aus fünf Themenbereichen, die jeweils durch Waldgebiete voneinander getrennt sind. Die Bereiche Relax & Heal, Green Engine, Education & Innovation, Environment und World Show Stage stellen jeweils eine andere Welt dar. Sie haben ihr eigenes Flair und Programm und bieten ihren Besuchern zahlreiche Aktivitäten. Die Natur kann so in jeder Themenwelt auf andere Art und Weise gesehen, gefühlt und erlebt werden.


Relax & Heal
Natürliches Spa-Erlebnis: Der Bereich Relax & Heal widmet sich ganz dem Thema Aus- und Entspannen. Unter anderem im „Feel Good Garden“ können die Besucher erkunden, wie sich die Natur auf Gesundheit, Stimmung und Wohlbefinden auswirkt. Der asiatisch angehauchte Themenbereich bringt die Gäste mit Hilfe von heilsamen Kräutern, Tee-Ritualen und einem Barfußpfad in Einklang mit der Natur.


Imposante Allee mit Gärten
Lebensqualität durch Natur: In der Themenwelt Environment erfahren die Besucher alles über Gärten, Gartentrends sowie Innovationen im Gartenbau. Sie erleben, welchen Einfluss diese Aspekte auf die allgemeine Lebensqualität haben. Eine imposante Allee mit 15 außergewöhnlichen Gärten und 124 verschiedenen Baumarten führt zum goldenen Dom, dem Pavillon des niederländischen Gartenbaues, in dem ein 360-Grad-Film die Vielseitigkeit des Gartenbaues vermittelt. Ebenfalls in diesem Bereich befindet sich der Pavillon Nordrhein-Westfalens: eine skulpturale, aufgefaltete Architekturlandschaft aus Holz, die die Thematiken Topographie und Landschaft behandelt. Im Inneren erfahren die Besucher spielerisch alles Interessante und Wissenswerte über die drei Kernthemen Gartenbau, Agrobusiness und Reiseland NRW.
Ein weiteres Pavillon-Highlight dieses Bereichs ist der „Earthwalk“: Auf der überdimensionalen halben Weltkugel mit einem Durchmesser von 20 Metern können die Besucher das Dach der Erde erklimmen und aus einer anderen Perspektive betrachten, wie die Menschen die Erde nutzen und Gesellschaften entstehen.

World Show Stage
Musik, Speisen und Pavillons aus aller Welt: Der Bereich um die World Show Stage wird kulturelle Vielfalt, Kunst und Unterhaltung präsentieren. Auf dem Floriade-Boulevard können Besucher internationale Speisen probieren und auch das Unterhaltungsprogramm am spektakulären Theaterhügel, der im Stil eines Amphitheaters gebaut ist, wird multikulturell sein. Zudem wird der indonesische Pavillon eine Attraktion in diesem Bereich. Im Mittelpunkt stehen Natur, Gartenbau, Kultur und Tradition. Einen weiteren Teil der World Show Stage nimmt der Rosengarten ein. Am Fuße der Floriade-Seilbahn (sie bietet auf 1,1 km einen guten Überblick übers Gelände) lädt er mit einer üppigen Blütenpracht zum Verweilen ein.


Education & Innovation
Der Themenbereich Education & Innovation besteht aus imposanten Pavillons mit außergewöhnlichen Ideen und Innovationen. Die Besucher können verblüffende Kreationen aus Obst und Gemüse kosten und im Labor ihr eigenes Essen zubereiten. Neben dem Dschungeltreibhaus kann zudem eine Reise durch den Bienen-Pavillon unternommen werden. Jung und Alt werden über die Insekten und ihren unverzichtbaren wirtschaftlichen Beitrag informiert und mit Hilfe der Räumlichkeiten selbst in die Welt der Bienen versetzt. Der Pavillon des Baumschulsektors illustriert, wie Bäume zu einer besseren, nachhaltigeren Welt beitragen können. Über einen Streifzug durch Jahresringe erfahren die Besucher alles über die Baumschule der Zukunft und gelangen letztendlich zu Yggdrasil, dem Weltenbaum des Lebens und des Wissens.
Green Engine
Green Engine präsentiert den Gartenbau als Wirtschaftsmotor. In diesem Themenbereich liegt die Villa Flora – das moderne Gewächshaus (6.000 m2) mit zwei Ebenen wurde eigens für die Floriade 2012 und vollständig den Nachhaltigkeitskriterien entsprechend konzipiert. Neben einer gigantischen Indoor-Blumenshow können die Besucher hier an Workshops teilnehmen. Für Kinder gibt es den Naschbaum – ein Baumhaus, indem viele „grüne“ Leckereien zu entdecken sind. Im greenEmotion-Theater werden darüber hinaus Musik- und Theateraufführungen sowie Präsentationen stattfinden.


http://www.floriade.de/


 


Landesgartenschauen 2012

Bamberg

Treffpunkt Natur: Landesgartenschau Bamberg vom 26. April bis 7. Oktober 2012 - Von der Pyramidenwiese zum Fischpass

Zum „Treffpunkt Natur“ wird die bayerische Landesgartenschau in Bamberg vom 26. April bis zum 7. Oktober 2012. Auf dem 15 Hektar großen Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg (ERBA) entstand ein moderner Bürgerpark in unmittelbarer Nähe der Innenstadt. Bamberg als UNESCO-Welterbe bietet an sich schon viele Sehenswürdigkeiten. Zu den neuen Attraktionen gehört jetzt ein einzigartiges Renaturierungsprojekt: Der sanft geschwungene Fischpass auf dem früheren Industriegelände hat ein Gefälle von vier Metern auf einer Gesamtlänge von 1,2 Kilometern und macht die Regnitz für Fische und andere Wasserlebewesen wieder passierbar – ihr natürlicher Weg war bislang wegen eines Wehrs nicht durchlässig.

 

Blühende Kulturlandschaft
Das Areal der 1992 aufgegebenen Baumwollspinnerei bildet die nördliche Spitze von Bamberg Mitte – einer Insel – auf der sich das historische Zentrum der Stadt befindet. Ihr Pendant ist die Parkanlage „Hain“, der größte Bürgerpark Bayerns aus dem 19. Jahrhundert, auf der südlichen Inselspitze. Durch die Landesgartenschau bot sich der Stadt Bamberg die einmalige Chance, die Industriebrache in eine blühende Kulturlandschaft zu verwandeln und so einen Meilenstein in der Stadtentwicklung zu setzen: Auf der ERBA entstand mit der neuen Parkanlage ein Naherholungsraum und, dank Unicampus samt Studentenwohnheim und hochwertigen Wohnanlagen, auch ein neuer Stadtteil.

 

Vierte Dimension
Dem landschaftsplanerischen Konzept der Parkanlage liegt die Vernetzung als zentrales Gestaltungselement zu Grunde. So richtet sich der Blick stärker auf natürliche Freiflächen innerhalb der Stadt. Die Natur wurde aufgewertet, besser zugänglich gemacht und mit dem Stadtgebiet vernetzt. Die drei historischen Siedlungsbereiche und wesentliche Teile des Welterbes Bamberg, Gärtnerstadt, Bergstadt und Inselstadt, wurden auf diese Weise um eine vierte Dimension erweitert: Bambergs Naturstadt.

Der Fischpass
Abgesehen von seiner ökologischen Funktion stärkt der Fischpass im ERBA-Park das Potenzial Bambergs als „Stadt am Wasser“. Die neuen Wege entlang des Fischpasses sind vielseitig und naturnah gestaltet. Flachwasserbereiche und wassernahe Spielplätze wechseln sich hier ab. Sandmagerrasen, Sträucher und Solitärgehölze wie Weiden, Erle, Esche, Traubenkirsche und Schneeball sind charakteristisch für die Uferzonen entlang des Fischpasses. Trittsteine, Furten und Brücken ermöglichen die Überquerung und machen den Naturraum von beiden Uferseiten erlebbar.

Die Pyramidenwiese
Mitten in der Landschaft präsentiert sich dem Betrachter eine weite grüne Ebene: die Pyramidenwiese. Von den drei Pyramiden eröffnet sich der Blick auf die Parkanlage mit dem Fischpass, auf die historischen Gebäude der ERBA, die Silhouette von Kloster St. Michael und den Dom.

Spielen auf Spuren des „Sams“
Für die Spielplatzgestaltung konnte die Landesgartenschau Bamberg 2012 GmbH den bekannten Bamberger Schriftsteller Paul Maar gewinnen. Seine weltbekannte Kinderbuchfigur „Sams“ treibt auf dem Gartenschau-Gelände ihr Unwesen – die fünf Spielplätze auf der ERBA erzählen die Geschichte vom „Sams“, angefangen von einem Kleinkinderspielplatz in der Nähe der Inselspitze, über eine große Kletterlandschaft im Birkenhain für die etwas älteren Kinder und einen Wasserspielplatz mit Balancierseil über den Fischpass und Seilfähren am Altarm für alle bis hin zu einer Tampenschaukel auf dem Spielplatz in der Sandschlucht.

 

Weinberg am Kloster St. Michael
Die Bamberger Tradition der Häcker, so die fränkische Bezeichnung für Winzer, und des Weinbaus wurde am Kloster St. Michael wiederbelebt. Auf einer Fläche von 8.600 Quadratmetern wurden rund 4.000 fränkische Silvaner Reben gepflanzt. Winzer Martin Bauerschmitt betreibt dort ökologischen Weinbau. Bereichert wurde der Weinberg mit dem Anbau von Weinbergspfirsichen und Rosen.

Die Gärtnerstadt
Auch die Gärtnerstadt mit ihren großen Grünflächen, blühenden Wirtschaftshöfen und einem der wohl interessantesten Gärtnermuseen in Deutschland rückt im Zuge der Landesgartenschau wieder verstärkt in den Fokus. Das traditionsreiche Gebiet hat maßgeblichen Anteil am Status der Stadt Bamberg als UNESCO-Welterbe. Frische Impulse haben der Gärtnerstadt einen Neustart ermöglicht. Gemeinsam mit Anwohnern und Eigentümern des Gärtnerviertels wurde ein Konzept erarbeitet, das den „urbanen Gartenbau“ in Bamberg stärkt. Im Mittelpunkt steht dabei die Direktvermarktung. Ein Kleinod ist auch das Gärtner- und Häckermuseum: In einem typischen Gärtnerhaus aus dem 19. Jahrhundert gibt es außergewöhnliche Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelt der Bamberger Gärtner und Häcker.

Die Uferwege
Die Nord- und Südspitze der Inselstadt wurden vernetzt. Die Naherholungsgebiete Hain und ERBA-Park sind nun miteinander verknüpft und das Welterbe wird aus völlig neuen Perspektiven erlebbar. Einzigartige Blickbeziehungen zum Bamberger Dom und der ehemaligen Benediktinerabtei St. Michael mit ihrem barocken Terrassengarten sind entstanden. Der Weg am Alten Kanal, der so genannte Treidelpfad, der an der Rückseite von Schloss Geyerswörth vorbeiführt, wurde auf einer Länge von 550 Metern neu gestaltet. Fußgänger können nun von der Stadt auf dem direktesten und schönsten Weg in den Hain gelangen.


http://www.bamberg2012.de/

 

Löbau

Landesgartenschau Löbau vom 28. April bis 14. Oktober 2012
Auf kurzem Weg ins Grüne...

Die „6. Sächsische Landesgartenschau“ öffnet in Löbau vom 28. April bis 14. Oktober 2012 ihre Pforten. Ganz nach ihrem Motto lädt sie „Auf kurzem Weg ins Grüne...“ ein und entfaltet in der Oberlausitz, zentral im Dreiländereck Deutschland – Tschechien – Polen gelegen, auf rund 20 Hektar Ausstellungsfläche ihre Reize am Fuße des Löbauer Berges. Dabei erhielt ein ehemals industriell genutztes Gebiet, das zuvor die Altstadt von dem östlich gelegenen Teil der Stadt trennte, eine neue Funktion als qualitätsvoller öffentlicher Raum zur Naherholung. Das verbindende Element – gleichsam das „Rückgrat“ des gesamten Gartenschau-Geländes ist die Berg- und Talpromenade. Sie verknüpft den neuen Festplatz auf der Fläche der ehemaligen Zuckerfabrik mit dem Talraum des Löbauer Wassers und der Altstadt.

 

Auf dem Zuckerplateau
Den Auftakt der Berg- und Talpromenade auf dem neuen Zuckerplateau bildet ein strenger Baumhain: Er akzentuiert das Plateau und leitet zum Talraum über. Der Baumhain aus Zuckerahornen lädt zum Verweilen auf Sitzelementen ein. Mitten im Baumhain erinnert der „Rübentower“ an die alte Bestimmung des Platzes. Dem Zuckerlager ist eine Caféterrasse vorgelagert, sie liegt leicht erhoben über dem Festplatzniveau und wird von einer Gabionenmauer gefasst.

 

Kalkwäldchen
Das Kalkwäldchen erinnert an den ehemaligen Standort des etwa 30 Meter hohen turmartigen Kalkofens: Darin wurde der Zuckerrohsaft mittels Kalk von Nicht-Zuckerstoffen gereinigt. Bei der Reinigung entstehender Kalk wurde den Landwirten gegeben, die ihn auf die Felder aufbrachten. Die Gestaltung des Kalkwäldchens nimmt Bezug auf die Bestimmung des Ortes. Grüne Böschungen umschließen eine große, weiße Kalksplittfläche. Die in Reihe gepflanzten Gehölze bilden einen Sichtschutz zur Umgebung und stärken den Ort in seiner Eigenart. Die Pflanzung besteht aus kalkliebenden Pflanzen, darunter Seidelbast und Ginster. Es entsteht ein Garten in Weiß, rosa und dunkelgrünen Farbtönen.

Schräges Wäldchen
Vom Zuckerplateau führt die Berg- und Talpromenade zum Schrägen Wäldchen: Das Wäldchen ist auf einer geneigten Böschung gepflanzt, die Böschung vermittelt zwischen dem Zuckerplateau und den Setzgärten im Tal. Das Schräge Wäldchen setzt sich zusammen aus in Reihe gepflanzten Birken und Ebereschen und in Gruppen eingestreute Kiefern, Schlehen und Wildapfel. Helle Kiesstreifen unterstreichen die Gehölzreihen und bilden einen Kontrast zu den zwischen den Kiesstreifen angesäten Margeriten und Wiesenblumen. Am Fuß des Schrägen Wäldchens wird die Böschung durch eine Sitzmauer gefasst. Von hier aus fällt der Blick auf die Setzgärten.

Mit Schwimmblattpflanzen
Die Absetzbecken werden durch einen Steg erschlossen, welcher wie ein rotes Band die einzelnen Themen durchzieht: Während er in den ersten beiden Becken leicht über dem Boden schwebt, führt er im darauffolgenden Absetzbecken direkt über das Wasser. Im vorletzten Setzgarten findet er seinen Abschluss direkt am Beckenrand, der auch als Sitzelement dient. Das zusammenhängende Gestaltungsthema in den Becken entwickelt sich aus dem langsamen Auflösen des Zuckers mit zunehmendem Wassergehalt – bis der Zucker physisch nicht mehr anwesend und nur noch seine Wirkung spürbar ist. Die Bepflanzung der Becken erinnert an eine Verlandungszone von den Schwimmblattpflanzen bis hin zu den hohen Gehölzen.

 

Fünf Setzgärten
Insgesamt säumen fünf Setzgärten entlang der Berg- und Talpromenade den Blick: Dabei sind die beiden ersten Setzgärten trocken gelegt. Ein großes Spielbecken bildet den Auftakt. In weißem Spielsand sind halb eingesunkene, verschieden große „Würfelzucker“ zu entdecken. Durch die Integration von Klettergriffen, Netztunneln, Seilschwingen, Schaukeln, Rutschblechen bieten sie zahlreiche Spielmöglichkeiten. Kleinere, tragbare Würfel sorgen für Sitzmöglichkeiten im Schatten der vereinzelt gepflanzten hohen Pappeln.

 

Tartanhügel zum Spielen
Das zweite Becken erweckt den Eindruck, als wäre gerade eine Tüte Kristallzucker umgefallen: Weiße Zuckerhügel liegen verstreut im hohen Kies. Die hellen Tartanhügel laden Groß und Klein zu vielfältigen Spielmöglichkeiten ein. Gestreut gepflanzte Strauchweiden betten die Hügel in eine grüne Umgebung, die zum Toben und Verstecken animiert. Die Weiden auf dem Beckenboden bezeichnen das Thema der Verlandung von Gewässern, zum anderen stellen sie eine ideale Spielplatzbepflanzung dar.
Im dritten Becken trifft der Besucher zum ersten Mal aufs Wasser: Thematisch lösen sich nun die Zuckerberge zu feinem Puderzucker auf. Der Puderzucker ist im gesamten Becken verstreut und schimmert weiß auf der Wasseroberfläche.

 

„Zuckerwasser“ mit Froschbiss
Der Setzgarten im vierten Becken ist bereits komplett mit Wasser gefüllt, der Zucker gänzlich aufgelöst: Das Thema Zuckerwasser wird hier durch die Zugabe von schwimmenden Zitronenscheiben, zum Beispiel aus Holz, Styropor und getönten Glas und riesigen Strohhalmen aus bunten Kunststoffen visualisiert. Die Limonade ist angerichtet! Schwimmblattpflanzen wie der Froschbiss bieten auch nach der Gartenschau noch interessante Blickpunkte.

 

Auf der Mühleninsel
Auf der Mühleninsel stand früher die Wetschke-Mühle, eine Wassermühle: Die Mühleninsel wird begrenzt vom Löbauer Wasser und vom Viadukt. Das Thema des Wassers und der damit verbundenen Ufervegetation wird an den zwei markanten Weidendickichten deutlich. Das Weidendickicht wird durch einen umlaufenden Weg betont. Folgt man ihm, tritt man in einen Garten mit üppigen Stauden ein.

 

Die Eisenquelle erleben
Der Platz an der Löbauer Wiese bildet den Abschluss der Berg- und Talpromenade: Er ist gleichzeitig Auftaktplatz für die Gartenschau-Besucher, die aus der Stadt kommen. Auf dem Platz ist die vorhandene Eisenquelle als Wasserlauf erlebbar. Das Eisenwasser läuft durch mehrere hintereinander liegende Wasserbecken, an denen sich Betonsitzelemente mit Sitzauflagen aufreihen. Auch nach der Gartenschau wird der Platz noch Ort zum Verweilen im Talraum sein und inszeniert den Blick auf die Löbauer Wiese, die für Spiel und Sport genutzt werden kann.
(Infozeichen)


http://www.landesgartenschau-loebau.de/

 

Nagold

Baden-Württemberg: Landesgartenschau vom 27. April bis 7. Oktober 2012
„Natürlich Nagold“ vereint Gegensätze
Es fließt zwar noch viel Wasser die Nagold hinunter, doch einen Besuch im gleichnamigen Ort im Nordschwarzwald sollte man am besten schon jetzt vormerken: Vom 27. April bis 7. Oktober 2012 verschmelzen eine herrliche Naturkulisse und städtisches Flair miteinander. Vereint werden uralte Gegensätze und dabei entsteht völlig Neues: Harter Stein und zarte Blumen, dichte Bebauung und freie Landschaft, gepflasterte Straßen und renaturierte Flussläufe – in der reizvollen Fachwerkstadt fügt sich alles zusammen. An der baden-württembergischen Landesgartenschau unter dem Motto „Natürlich Nagold“ beteiligen sich auch die Landschaftsgärtner und präsentieren dem breiten Publikum ihre attraktiven Themengärten.

 

Park- und Flusslandschaften
„Nagold ist bereits jetzt ein bezaubernder Ort“, so Oberbürgermeister Jürgen Großmann. „Doch durch die Landesgartenschau wird sich sein Charme noch vervielfachen. Unter dem Motto ‚Grüne Urbanität‘ erleben wir derzeit eine Infrastrukturentwicklung im Zeitraffer, an deren Ende wunderbare Park- und Flusslandschaften und eine moderne, durchgrünte, lebenswerte Stadt stehen. Und bevor wir diesen nachhaltigen Effekt für lange Zeit genießen dürfen, gibt es eine fantastische Schau mit Gartenträumen, glänzenden Attraktionen und einer riesigen Bandbreite an Veranstaltungen.“
Rund 4.000 Quadratmeter nimmt allein die Frühjahrs- und Sommerbepflanzung auf dem Gelände ein, dazu kommen vielfältige Ausstellungs- und Themengärten – und die wechselnden Blumenschauen, die erstmals bei einer baden-württembergischen Landesgartenschau in einem ehemaligen Brauerei-Gebäude stattfinden. Darüber hinaus werden sich künstlerische und florale Elemente durch die gesamte Altstadt ziehen, die im Sinne der Stadtentwicklung noch besser an den Stadtpark Kleb angebunden wird.

Burgruine Hohennagold
Denn auch das umfasst die Idee der „Grünen Urbanität“: Die Innenstadt von Nagold gehört zwar nicht zum eigentlichen Areal, ist aber fest in das Landesgartenschau-Konzept eingebunden. Genauso wie die Burgruine Hohennagold, die als historisches Schmuckstück für besondere Höhepunkte genutzt wird. Von der Schlossbergterrasse genießen die Besucher einen wunderbaren Blick auf die Altstadt.

Attraktives Gartenband
Durch den Ausbau der Uferpromenaden kehren zudem die Flüsse Nagold und Waldach wieder ins Stadtbild zurück. Für Farbtupfer auf den Wiesen sorgen Staudenbänder und -ovale. An den Rändern der neu entstehenden Parklandschaft aus Krautbühlpark und Stadtpark Kleb zieren sie zudem zwei besonders anspruchsvolle Glanzstücke: An der neuen Stadtkante im südlichen Bereich bilden Stauden und Gehölze einen Teil eines Gartenbandes, bestehend aus einem Schachgarten, Boulegarten, Wassergarten, Gehölzgarten, Senkgarten und Rosengarten.

 

Riedbrunnenpark
Außerdem wird neben der Parklandschaft, die durch das Zusammenwachsen des Kleb mit dem neuen Quartierspark „Am Krautbühl“ entsteht, ein gänzlich neues Parkgelände geschaffen: der Riedbrunnen. Dieser Park am Fuße des Viadukts wird mit seinen Spielbereichen zum wichtigen Freizeitort. Und er besticht mit seinen Ausstellungsgärten. Denn eine Landesgartenschau ist nie nur Augenschmaus, sondern will immer auch Impulse für die eigene Umsetzung geben.
Das geschieht vor allem mit einer Fülle von Garteninspirationen im Riedbrunnenpark. Dort präsentieren sich die Landschaftsgärtner mit meisterhaften Gartenthemen von „Farbe und Duft“ bis hin zu „Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne“. Daneben lassen auch andere Akteure die Schönheit und den Nutzen der Natur mit vielseitigen Beiträgen anschaulich werden. Ein Kochgarten, ein Apothekergarten und ein Naturkosmetik-Garten runden das Angebot ab.


Keltenluft am Krautbühl
Und was erwartet die Besucher sonst noch auf dem rund 16 Hektar großen Areal der Landesgartenschau Nagold 2012? Eine eindeutige Frage – auf die es eine Fülle von Antworten gibt. Familien dürfen sich insbesondere auf eine Vielzahl an Spiel-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten freuen: etwa den Mehrgenerationenspielplatz, Tretbootfahren, Beachvolleyball, Minigolf oder eine im wahrsten Sinne des Wortes „tierische“ Attraktion – den Kamelhof. Kulturell Interessierte können verschiedene Lehrpfade begehen, das Schmalspureisenbahn-Denkmal „Altensteigerle“ bewundern oder am rund 2.500 Jahre alten Fürstengrabhügel „Krautbühl“ ein wenig Keltenluft schnuppern.

Nervenkitzel im Hochseilgarten
Mehr als genügend Gründe, dem Nordschwarzwald einen Besuch abzustatten. Und für besonders Anspruchsvolle gibt’s sogar noch ein paar Glanzpunkte obendrauf. Die Seilbahn zum Beispiel: eine atemberaubende Attraktion des Nagolder Hochseilgartens, die die Gäste über eine Fahrtstrecke von knapp 500 Metern Länge insgesamt 17 Höhenmeter in die Tiefe rasen lässt. Bei diesem Nervenkitzel haben sie einen überwältigenden Ausblick auf das Gartenschau-Gelände.
Oder den „Platanenkubus“, ein in seiner Bauweise bislang einzigartiges begehbares Kunstwerk aus pflanzlichem Tragwerk und technischen Einbauten. Oder die „Forstkugel“, ebenfalls ein aufsehenerregendes begehbares Bauwerk. „Das alles in einem so engen Rahmen erleben zu können, macht Nagold auf jeden Fall eine Reise wert“, so LGS-Geschäftsführer Richard Kuon.
www.landesgartenschau-nagold.de

 

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