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Steuern und Recht

Steuervorteil für Privatgärten

Bei der Gestaltung und Pflege Ihres Traumgartens können Sie von attraktiven Steuervorteilen profitieren.

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Auf Arbeitskosten (Lohn-, Maschinen- und Fahrtkosten) für handwerkliche Tätigkeiten wie zum Beispiel Garten- und Wegebauarbeiten, die der Erhaltung, Modernisierung und Renovierung dienen, wird seit dem 01.01.2006 ein zusätzlicher Steuervorteil, der zum 01.01.2009 auf 20 % von maximal 6.000,00 € – also auf maximal 1.200,00 € verbessert wurde, gewährt.

Sie können in einem Auftrag sowohl haushaltsnahe Dienstleistungen als auch Handwerksleistungen abarbeiten lassen. Die Arbeitskosten sollten jedoch getrennt (haushaltsnahe Dienstleitung und handwerkliche Tätigkeit) ausgewiesen werden.

Beispiel 1: Gartenpflege

Unterstützung haushaltsnaher Dienstleistungen: Sie lassen von Ihrem Landschaftsgärtner Ihren Garten pflegen. Seine Leistung für Gehölzschnitt, Rasenpflege und Pflege der Pflanzflächen beinhaltet nur Arbeitskosten. Er rechnet netto 1.980,00 € ab; einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer (im allgemeinen Sprachgebrauch: Mehrwertsteuer) von zurzeit 19 % ergeben sich 2.356,20 €. 20 % Steuervorteil entsprechen einem Betrag von 471,24 €, der direkt Ihre Einkommensteuer mindert.

  • Arbeitskosten 1.980,00 €
  • 19 % Umsatzsteuer 376,20 €
  • Summe brutto 2.356,20 €
  • 20 % Steuervorteil 471,24 €

Wenn die Arbeitsleistung (Lohnkosten einschließlich Mehrwertsteuer, Anfahrtskosten und ausnahmsweise Kosten für Nebenleistungen wie Streugut beim Winterdienst und Abfahrt des Grünschnitts) 20.000,00 € beträgt, können Sie den gesamten Steuervorteil von 4000,00 € nutzen.

Maximaler Steuervorteil 4.000,00 €
bei Arbeitskosten inklusive Umsatzsteuer von 20.000,00 €

BEispiel 2: Gartenumgestaltung / Gartenneugestaltung

Ihr Landschaftsgärtner gestaltet Ihren Hauseingang und berechnet Ihnen netto 4.600,00 €. Der Anteil der anrechenbaren Lohnkosten beträgt im Beispiel 2.450,00 €. Zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer ergeben sich 2.915,50 €. 20 % Steuervorteil entsprechen 583,10 €, die Sie steuermindernd geltend machen können.

  • Rechnungsbetrag 4.600,00 €
  • anrechenbare Arbeitskosten 2.450,00 €
  • 19 % Umsatzsteuer 465,50 €
  • Summe brutto 2.915,50 €
  • 20 % Steuervorteil 583,10 €

Maximal können Sie hier 6.000,00 € für Lohnkosten einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer geltend machen. Die Steuerersparnis liegt damit bei höchstens 1.200,00 € pro Jahr.


Maximaler Steuervorteil 1.200,00 €
bei Arbeitskosten inklusive Umsatzsteuer von 6.000,00 €

Sprechen Sie Ihren Landschaftsgärtner auf dieses Steuersparmodell an.
Achten Sie bitte auf folgende Punkte, damit Sie den Steuervorteil in vollem Umfang nutzen können:


  • Es werden nur Firmenrechnungen anerkannt, in denen die gesetzliche Umsatzsteuer ausgewiesen ist.
  • In der Rechnung sind die Arbeitskosten getrennt auszuweisen.
  • Rechnungsbeträge müssen von einem Bankkonto an den Empfänger überwiesen werden. Barzahlungen werden nicht anerkannt.
  • Steuerermäßigungen können nur im Jahr der Zahlung beansprucht werden. Die Entscheidung über die Anerkennung der Steuerermäßigung liegt ausschließlich bei den Steuerbehörden.
  • Mitgliedsbetriebe der Landesverbände des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. kennen die Punkte, die zu beachten sind, damit Sie auch tatsächlich den Steuervorteil nutzen können.

Nachbarschaftsrecht

Gärten spenden Freude und Entspannung. Und doch kann es auch hier zu Streitigkeiten und rechtlichen Problemen kommen, wenn gewisse Regeln nicht eingehalten werden. Relevant sind vor allem das „Nachbarschaftsrecht“ sowie die „Verkehrssicherungspflicht“, bei der es um die professionelle Pflege von Bäumen geht.

Immer wieder kommt es im Zusammenhang mit dem Garten zu heftigen Konflikten und lang anhaltendem Unfrieden zwischen Nachbarn – ob es nun der zu nah an der Gartengrenze gelegene Komposthaufen ist, der laut bellende Hund oder auch ein als unästhetisch empfundener Gartenzwerg, der das manchmal empfindliche Gemüt stört. Auch der Überhang von Wurzeln und Zweigen sowie das über die Grundstücksgrenze hinweg fallende Laub von Bäumen führen oft zum Streit.

Aufschluss darüber, welche nachbarlichen Belästigungen von wem zu dulden sind, geben die Regeln des Nachbarrechts. Solche Regelungen können beispielsweise Einfriedungen, Pflanzabstände sowie Bodenerhöhungen betreffen.

Das Nachbarrecht verfolgt den Zweck, im Nachbarschaftsverhältnis auftretende Konflikte in einer sozialverträglichen Einigung zu lösen. Vorschriften, die das Verhältnis zwischen Grundstücksnachbarn regeln, finden sich an mehreren Stellen. Grundlegend sind aber die Bestimmungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB §§ 903 bis §§ 924). Daneben finden sich ergänzende Regelungen in diversen Gesetzen, insbesondere in den Nachbarrechtsgesetzen und Bauordnungen der Länder und Kommunen.

Der gerechte Ausgleich zwischen widerstreitenden Interessen unter Nachbarn kann es in Einzelfällen auch erfordern, über die gesetzlichen Regelungen des Nachbarschaftsrechts hinauszugehen. Entscheidungsgrundlage ist dann das so genannte Gemeinschaftsverhältnis, das eine Ausprägung des Grundsatzes von Treu und Glauben für den besonderen Bereich des Zusammenlebens von Grundstücksnachbarn darstellt, aus dem die Verpflichtung zur gegenseitigen Rücksichtnahme entspringt.

Informieren Sie sich über die jeweiligen Regelungen in Ihrem Land bzw. in Ihrer Kommune.
Auch hier stehen Ihnen die Fachbetriebe mit Rat und Tat zur Seite.

Sichere Bäume

Ein wichtiger und häufiger Grund für Baumpflegemaßnahmen liegt in der Verkehrssicherungspflicht. Diese begründet sich auf der Forderung des Grundgesetzes “Schäden abzuhalten”.

Danach ist jeder Baumbesitzer oder der dafür Verantwortliche – Privatpersonen ebenso wie z. B. Dienststellen von Kommunen – in der Pflicht, durch Bäume verursachte Schäden an Personen oder Sachen zu verhindern. Kommt er dieser nicht oder nur ungenügend nach, können nach BGB § 823 Haftungsansprüche auf ihn zukommen. Um diese abzuwenden, ist eine regelmäßige fachkundige Überprüfung der Bäume durch einen Fachbetrieb unabdingbar. Hinweise hierzu enthält die „Baumkontrollrichtlinie“ der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e. V., Bonn. Daraus gewonnene Erkenntnisse müssen in qualifizierte Baumpflegemaßnahmen münden.

Jeder Baumpfleger (fortgebildete Fachleute aus den Betrieben des Garten- und Landschafts-baus) haftet für seine Arbeit und die Verkehrssicherheit des von ihm bearbeiteten Baumes (Hinweispflicht) im Rahmen seiner Ausführung.


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